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Gutachten zum Weltkulturerbe


Betreff: Ihre Bewerbung zur Einstufung der Morsetelegrafie als KULTURERBE beim Expertenkomitee der Deutschen Unesco Kommission e.V. über das Landesministerium für Kultur ,  Wissenschaft und Fortbildung (Rheinland Pfalz)  

hier: Meine Empfehlung zur Einreichung der Bewerbung Als sachverständige Person zur Beurteilung und Bewertung der Morsetelegrafie empfehle ich der IKM, eine Bewerbung zur Einstufung der Morsetelegrafie  als immaterielles Kulturgut  über das zuständige Landesministerium für Kultur, Wissenschaft u. Fortbildung (Rheinland Pfalz), dem Expertenkomitee der Deutschen Unesco Kommission e.V. vorzulegen.
Ich begründe diese Empfehlung wie folgt: Die Morsetelegrafie ist ein weltweiter einfacher Verständigungscode, der sich unmittelbar  zu Beginn des Kommunikationszeitalters (vor ca. 150 Jahren) zwischen den Völkern  sprachübergreifend durchgesetzt hat.  Der Morsecode, sowie auch das Notzeichen im Morsecode wurde demzufolge auch in die ersten internationalen Vereinbarungen aufgenommen und weltweit ratifiziert..   

Die Vielfältigkeit in der Anwendung als Tonsignal oder Funksignal; als Leitungssignal oder Lichtsignal; und sogar als Klopfsignal, verkörpert den hohen Mitteilungsgrad mit markanten Verständigungsinhalten von jedem Punkt der Erde aus, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Diese Mittel dafür, können im Extremfall mit wenig Ressourcen selbst hergestellt werden.
Insbesondere in Notfällen  schätze ich diese Anwendungsvielfältigkeit. Die Übertragungsgeschwindigkeit der Zeichen spielt dabei eine untergeordnete Rolle. 
Die Zahl derer, die Morsetelegrafie im Kopf entschlüsseln können, beträgt in Deutschland bei niedriger Schätzung ca. 10 000 Pers.. Weltweit sind es  in ca. 300 Staaten in etwa  2 000 000 Pers. Bei einfachen Verständigungsinhalten ist die Zahl derer wesentlich höher.

Unser Verband AGCW-DL zählt ca. 2500 Mitglieder. Wir pflegen alle Aktivitäten, die geeignet sind, die Kunst des Telegrafierens im Morsealphabet zu erlernen und weiter zu vermitteln.  Während die Zahl von Personen mit Morsekenntnissen  aus professionellen Berufen ständig abnimmt, nimmt unsere Mitgliederzahl ständig zu. Um die Kunst der Morsetelegrafie nachhaltig zu sichern, ist deren offizielle Bewertung als Kulturerbe zu empfehlen.

Prof. Wolfgang Borschel